Es wird von Leistung, Anpassung und Modernität gesprochen.
Dennoch ist vor Ort etwas bei der Arbeit gründlich aus dem Lot geraten.
Dieses Unbehagen ist nicht individuell. Es ist strukturell bedingt. Und sie verdient es, dass man ihr Aufmerksamkeit schenkt.
Es wird viel über Leistung, Wachstum und Anpassung gesprochen.
Doch vor Ort taucht eine Feststellung überall auf - bei Handwerkern, Selbstständigen und qualifizierten Angestellten:
⮕ die Arbeit erschöpft, fragmentiert und isoliert.
Mehr Standards.
Mehr Verwaltungsarbeit.
Keine Vermittler mehr.
Weniger Zeit für den Beruf.
Weniger Übertragung.
Weniger Sinn.
Und dieses Unbehagen ist nicht marginal. Es ist strukturell.
Was unbemerkt verschwunden ist
Lange Zeit beruhten Berufe nicht nur auf Verträgen oder Statuten, sondern auf echte Berufsgemeinschaften.
Strukturen, die :
- bildeten die Neuankömmlinge und Lehrlinge aus
- regulierten den Zugang zum Beruf,
- schützten die Qualität der Arbeit,
- den unlauteren Wettbewerb einschränkten,
- organisierten die Weitergabe über mehrere Generationen hinweg.
Es war nicht perfekt.
Aber es bot eine Stabilität, eine Kohärenz, und eine Würde nach der heute viele suchen, ohne sie zu finden.
Das aktuelle Paradoxon
Wir haben noch nie so viel individuelle “Freiheit” auf dem Papier gehabt.
Und doch :
- jeder steht dem Markt allein gegenüber,
- jeder handelt mit Verlust,
- jeder unterliegt Regeln, die er nicht geschrieben hat.
Ergebnis :
zersplitterte Berufe,
austauschbare Fachkräfte,
und eine schwindende Qualität.
Eine Frage, die unumgänglich geworden ist
Und wenn das Problem nicht die Arbeit selbst ist...
sondern das allmähliche Verschwinden der organisierten Berufe?
Wenn die Zukunft in moderne Formen der beruflichen Selbstregulierung,
der Berufsgemeinschaften, die in der Lage sind, auszubilden, zu schützen und weiterzugeben,
statt durch ständigen Wettbewerb?
Dieses Modell hat es in anderen Formen und zu anderen Zeiten gegeben.
Er wurde im Namen der «Modernität» beiseite geschoben.
Damals nannte man ihn den Korporatismus.
Die Debatte eröffnen, ohne Karikaturen
Dabei geht es weder um Nostalgie noch um Rückzug.
Sondern von einer einfachen und sehr aktuellen Frage:
⮕ Wie kann man der Arbeit wieder Sinn, Qualität und Würde verleihen?
Die Debatte verdient es, ruhig und ernsthaft geführt zu werden.
Weil das Unbehagen am Arbeitsplatz keine Modeerscheinung ist.
Es ist ein Signal.
Was denken Sie darüber?
Reflexion, die im Rahmen der Arbeit von 🇨🇭 Schweizer Souveränität entwickelt wurde.
Die Schweizerinnen und Schweizer vereinen. Unsere Freiheiten verteidigen. Unsere Souveränität zurückerobern.