Die Schweiz beruhigt sich mit schönen Reden über die Neutralität, die Vorsicht und die helvetische Weisheit. Doch während wir diskutieren, arbeitet unser Geld für das Imperium. Hinter den beschwichtigenden Tribünen und den Aufrufen, «ruhig zu bleiben», drängt sich eine brutale Realität auf: Souveränität kann man nicht proklamieren, man muss sie besitzen. Und heute hat die Schweiz ihre finanzielle Neutralität gegen Hunderte von Milliarden von Abhängigkeiten eingetauscht. Solange dieses Thema ein Tabu bleibt, ist das Reden über Unabhängigkeit weniger eine Frage der politischen Klarheit als vielmehr der kollektiven Selbsttäuschung.
Die Schweiz verteidigt sich nicht mit Tribünen, sondern mit ihrer Bilanz
Der Artikel von Pascal Décaillet hat das Verdienst eines angemessenen Tons und einer heilsamen Erinnerung: Die Schweiz ist nicht dazu berufen, sich in das Getümmel der Imperien einzumischen. Neutralität, Vorsicht, Misstrauen gegenüber den Mächtigen: All das ist wahr.
Doch diese Haltung wird eine reine intellektuelle Masturbation sobald sie die zentrale Frage ausklammert: finanzielle Souveränität.
Denn heute ist die Schweiz finanziell gefesselt. Und keine lyrische Rede über Neutralität wird dieser Realität standhalten.
Die nackte Wahrheit: Die Schweiz finanziert das Imperium, das sie zu fürchten vorgibt
Die Schweizerische Nationalbank hält etwa 360 Milliarden Franken in US-Wertpapieren, Die meisten dieser Anleihen sind US-Staatsanleihen.
⮕ Das sind fast 40 % seiner Devisenreserven.
⮕ Das macht die Schweiz einer der passiven Gläubiger Washingtons.
Klartext:
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Die Schweiz finanziert die Defizite der USA,
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unterstützt indirekt der US-Militärhaushalt,
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und setzt sich einem kolossales monetäres und politisches Risiko.
Keine glaubwürdige Neutralität ist mit einem solchen Grad an Abhängigkeit vereinbar.
Wie schrieb Ferdinand Lips :
«Wer die Schulden eines Imperiums hält, wird zu seinem stillen Vasallen».»
Eine Nationalbank, die zum Staat im Staat geworden ist
Das Problem ist nicht nur die Vermögensallokation.
Das Problem ist das völlige Fehlen einer demokratischen Kontrolle.
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Die Bilanz der SNB übersteigt 800 Milliarden Franken (mehr als 110 % des Schweizer BIP).
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Keine parlamentarische Behörde kontrolliert ihre strategischen Entscheidungen wirklich.
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Die folgenschwersten Entscheidungen für den Bund werden getroffen außerhalb des Bereichs der Volkssouveränität.
Es ist eine große demokratische Anomalie.
⮕ Die SNB muss unter effektive parlamentarische Kontrolle gestellt werden, mit :
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Verpflichtung zur strategischen Transparenz,
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regelmäßige Audits,
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klares Mandat von Wahrung der Währungssouveränität, und nicht aus dollarzentrierter Gefolgschaft.
Schweizer Gold: Dem Volk entzogene Lebensversicherung
Die Schweiz hält offiziell 1.040 Tonnen Gold.
Aber :
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ein erheblicher Teil davon ist noch im Ausland gelagert,
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keine vollständige unabhängige Prüfung wurde dem Volk nicht vorgelegt,
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wird die Goldpolitik als Nebenthema behandelt.
Das ist ein strategischer Fehler.
Ferdinand Lips erinnerte unermüdlich daran:
«Gold ist keine Investition. Es ist eine Versicherung. Und eine Versicherung eignet sich nicht für den Feind».»
⮕ Die Schweiz muss :
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Alle Goldreserven vollständig repatriieren auf Schweizer Boden
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Physisch auditieren diese Vorbehalte
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Gold heiligen als nicht verhandelbare Säule der monetären Unabhängigkeit
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Massive Reduzierung des Dollar-Exposures zugunsten realer Vermögenswerte
Echte Neutralität oder Salon-Neutralität?
Von Souveränität, Vorsicht und Misstrauen gegenüber Imperien sprechen ohne die Finanzstruktur anzutasten, Das ist ein Kommentar.
Neutralität kann nicht proklamiert werden. Sie wird buchhalterisch aufgebaut.
Solange die Schweiz :
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recycelt seine Überschüsse in US-Schulden,
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delegiert ihre Geldpolitik an unkontrollierte Technokraten,
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behandelt Gold wie ein Relikt aus der Vergangenheit,
sie ist noch souverän, noch wirklich neutral.
Fazit - Mehr Schweizer sein als je zuvor, wirklich
Schweizer zu sein bedeutet heute nicht nur, die Landschaft und die Institutionen zu lieben.
Es ist die Kontrolle über das zurückgewinnen, was alles andere bedingt : Geld, Gold und die Zentralbank.
« Alle Fiatwährungen enden bei null. Das Gold hingegen bleibt.» - Ferdinand Lips
Wenn die Schweiz in einer Welt der Blöcke und Imperien eine Insel der Stabilität bleiben will, muss sie die Finanzierung des Kaiserreichs einstellen und wieder Herrin ihrer Bilanz werden.
Andernfalls wird Neutralität nur noch ein Slogan sein.
Und die Unabhängigkeit, eine Erinnerung.
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